Hier halten wir dich über unsere Reise auf dem Laufenden… :)

Argentinien und Uruguay (29.05.2018-08.06.2018)

El Calafate (04.06.2018-08.06.2018)

Ein bisschen Gedanken haben wir uns schon gemacht bevor wir nach El Calafate losgeflogen sind. Wir haben gelesen, dass Patagonien im Winter nicht zu empfehlen ist, da einfach zu kalt. Und unsere Winterausrüstung beschränkt sich auf im Brasilien erstandene Winterjacken und ich habe noch einen Schal in Buenos Aires zum Hochzeitstag bekommen. Eigentlich ist der ja im Dezember, aber im Mai haben wir kirchlich geheiratet, das zählt :)
…Tatsächlich wars aber gar nicht sooo kalt. Kommt aber sicher immer darauf an wen man fragt. Es hatte zwischen 0 und 5 Grad plus. Und wer den deutschen Winter gewohnt ist, kommt damit sicher noch ganz gut klar.

El Calafate hat uns richtig, richtig gut gefallen. Viele Häuser sind aus Holz und sehen so goldig aus. Man kommt fast schon in weihnachtliche Stimmung. Es gibt viele tolle Cafes, Restaurants und kleine Läden. Vor allem aber ist es ruhig in El Calafate, auch in unserem Hostel hat man nachts keinen Mucks hören können, das Bett war super bequem und die Lage perfekt. Das alles für gerade mal 10€ pro Person und Nacht in Patagonien. Zur Hauptsaison ist das wahrscheinlich ganz anders. Teurer und vermutlich nicht so idyllisch. Wir würden jeder Zeit wieder im Winter hier her kommen, weil wir uns so wohl gefühlt haben.

Vor lauter Glück über das Hostel und die Stadt haben wir natürlich den Grund warum wir hier her geflogen sind nicht vergessen: Der Perito Moreno Gletscher. Und wenns schon mal so schön ist… An unserem Ausflugstag zum Gletscher, war strahlender Sonnenschein, es waren nur wenige Besucher am Gletscher und wir hatten ganz unsere Ruhe. Kein Gedränge an den Foto-Spots, kein lautes Geplapper um uns rum und dank der Sonne auch keine kalten Füße. Der Gletscher ist der Wahnsinn und es ist unglaublich wie einfach man es hier hat so etwas zu sehen. Der Perito Moreno ist nämlich der einzige Gletscher an den man ohne Boot so nah herankommen kann. Obwohl wir vor dem Flug nach El Calafate ja noch ein bisschen unsicher waren, war die Entscheidung genau richtig und wir haben sogar direkt noch einen neuen Wohlfühlort entdeckt. Läuft bei uns.

Buenos Aires (03.06.2018-04.06.2018)

So schnell geht’s. Da sind wir wieder. Aber leider nur für eine Nacht. Die Sicherheits-Nacht vor dem Flug. Morgen geht’s nach Patagonien. Und da der Flüge wie gesagt Schweinepreise kosten, dürfen wir den nicht verpassen.
Morgen nutzen wir die Zeit hier nochmal und gehen Steak essen. Vor 3 Tagen haben wir hier nämlich das beste Rinderfilet unseres Lebens gegessen. Das ist der Waaaahnsinn. Für umgerechnet 11€ gibt’s Filet Mignon vom Grill mit Beilage und Brot mit leckerem Dipp bei Santos Manjares. Juppie. Wir freuen uns schon auf morgen :)

Montevideo (01.06.2018-03.06.2018)

Da wir die nächsten Monate noch viel vorhaben, ist insgesamt nur ein sehr kurzer „Ausflug“ in den südlichen Teil Südamerikas drin. Trotzdem wollten wir gerne Montevideo sehen. Vor allem Timo war ganz neugierig. Also haben wir die Fähre (Busquebus) geschnappt und sind für 2 Tage kurz um die Ecke nach Uruguay gefahren.
Montevideo war dann leider gar nicht so toll. Ein typischer Reise-Fail. Das passiert uns zugegebenermaßen schon ab und zu mal. Am Abreisetag in Buenos Aires war strahlender Sonnenschein (immer noch nur 13Grad, aber immerhin) und in Montevideo hat es 2 Tage lang geschüttet. Im Gegensatz zu Buenos Aires ist Montevideo auch leider eine Gutwetter-Stadt. Das war also ein bisschen für die Katz. Wir werden Uruguay einfach nochmal ne Chance geben, wenn Sommer ist. Ist ja auch nicht die Schuld von Montevideo, wenn wir uns die falsche Jahreszeit aussuchen.

Buenos Aires (29.05.2018-01.06.2018)

Jetzt friert auch Timo. Maximal 16Grad und meist Regen. Und die Nachtbusfahrt nach Buenos Aires war auch eine Graus. Verwöhnt vom Bus nach Iguazu hatte ich mich schon gefreut. Aber nix da. Der älteste Bus, den Cruz del Norte gefunden hat, den haben wir bekommen. Ranzige, kleberige, harte Sitze, Stinketoilette und kein einziger Stopp. Bei 24h Fahrt im vollen Bus. Yay!
Aber angekommen sind wir trotzdem gut. -Nur kalt ists jetzt. Verrückterweise passt das irgendwie zu Buenos Aires und wir fühlen uns richtig wohl im Regen. Ich schätze aber mal das hält nicht lange. Spätestens in ner Woche wünsche ich mir die 30Grad zurück :D
Von Buenos Aires selbst haben wir beide eigentlich gar nicht so viel erwartet. Und wie das meist so ist, gefällt es uns genau hier richtig gut. Es gibt hunderte tolle Restaurants, die Häuser sind so schön und die Leute sind m-e-g-a freundlich. Und außerdem verstehen wir endlich wieder wenigstens ein bisschen etwas.

Bevor wir in Buenos Aires ankamen haben wir gelesen, dass Argentinien sich für das Europa Südamerikas hält. „Unfug“, hab ich mir gedacht. Wie kommt man denn auf so ne alberne Idee?? Aber da habe ich mir zu schnell ein Urteil erlaubt… Jetzt weiß ichs nämlich. -Wir können uns gar nicht festlegen… Prag, London, Barcelona. Von allem kann man hier ein bisschen finden. Und tatsächlich ist Buenos Aires die erste Stadt seit wir im Februar nach Mexiko geflogen sind, in die wir beide unbedingt nochmal zurück möchten (Stadt nicht Ort. Da gabs schon so ein, zwei mittlerweile. Die Exumas zum Beispiel). Durch den vielen Regen sind waren wir zwar hauptsächlich im Zentrum unterwegs und sind zwischen Vordächern, Cafés und Pfützen hin und her gehüpft. Aber schon das hat uns richtig gut gefallen. Wies hier wohl erst im Sommer ist?! ;)

Brasilien (11.05.2018-28.05.2018)

Foz do Iguazu (24.05.2018-28.05.2018)

Die Fahrt im Nachtbus war tatsächlich gut. Ich weiß nicht, ob wir vorher schon mal so fit waren am Morgen nach einer Busfahrt. Vielleicht in Vietnam… Sonst aber definitiv nicht. Unser Bus war zum Glück aber auch ganz neu und keiner hat geschnarcht im „Leito“. Das sind die Luxusschlafplätze. Wir hatten Glück, dass wir rechtzeitig gebucht haben und noch 2 Plätze ergattern konnten.

Auf halber Strecke zwischen São Paulo und Foz do Iguazu wurde es aber doch ein bisschen gruselig. Wir wissen nicht genau was los war, ob das immer so ist oder ob vielleicht demonstriert wurden. Auf jeden Fall sind mitten in der Nacht plötzlich überall Männer am Straßenrand aufgetaucht, die aus Reifen und anderer Ware Feuer auf und neben den Straßen gelegt hatten. Über Stunden hinweg haben immer wieder mehrere Feuer gebrannt. Versucht uns anzuhalten haben sie aber unseres Wissens nicht. Wobei wir ja auch meist geschlafen haben. Verrückt eigentlich, dass wir trotzdem einfach schlafen konnten…

Foz do Iguazu ist als Stadt dann ganz schön langweilig. Es gibt viele Klamotten-Läden, viele nicht besonders gute Restaurants und viele alte Hotels. Aber wir wollten ja auch nicht shoppen, sondern zu den Wasserfällen. Und wir hatten Glück mit dem Wetter. Überall hier in der Gegend regnet es gerade ziemlich viel und es wird auch schon ganz schön kühl (sage ich, Timo weiß nicht von was ich spreche), aber zwei von drei Tagen waren richtig warm und sonnig. Perfekt für die Wasserfälle.

Von Foz do Iguazu nimmt man den Bus –der wohl eigentlich knapp nen Euro kosten soll, von uns wollte aber niemand Geld. Also kostet er zwischen 0 und 1 Euro, braucht aber statt der prognostizierten 25 Minuten eher so ne Stunde.
Bei den Wasserfällen angekommen, holt man sich sein Ticket (gerade ca. 16€ pro Person) und wird dann mit einem weiteren Bus (ist im Ticket inklusive) in den Nationalpark gefahren. Es gibt hier verschiedene Wanderwege, Fahrradrouten und eine Bootsfahrt. Die sind aber optional und Kosten echt eine Menge Geld. Wir sind deshalb nur den Weg entlang der Wasserfälle gelaufen. Man kann sich vom Bus auch direkt zur Aussichtsplattform fahren lassen. Dabei verpasst man aber die Hälfte und der Weg ist nicht lange (1,5km) und gut ausgebaut. Es gibt aber viele Stufen, also mit Krücken und mit Rollstuhl sowieso bleibt dann doch nur die Fahrt bis zur Aussichtsplattform.

Die Iguazu Fälle sind gigantisch groß und erstecken sich über die kompletten 1,5km des Weges. Verrückt einfach so vor den größten Wasserfällen der Welt zu stehen. Oder besser vor der längsten Kette von Wasserfällen. Und überall begegnen einem freche Nasenbären. –Deshalb besser nichts zu essen mit auf den Weg nehmen, die Affen im Monkey Forest (jeder der da war, weiß was ich meine) könnten von den kleinen Biestern hier noch was lernen und es sind eben Bären mit scharfen Krallen. Niedlich sind die natürlich trotzdem, aber ich finds einfach besser, wenn anderen das Brötchen geklaut wird.
Am Ende des kleinen Wanderweges kommt man dann zum Aussichtsplattform und zu einem Steg, der über die Wasserfälle führt. Und hier wird man in jedem Fall nass. Obwohl schon gute 15-20Meter zwischen dem Steg und dem nächsten Wasserfall liegen, ist die Gischt ÜBERALL. Wir wurden vorher gewarnt, waren aber trotzdem schlecht vorbereitet und nach 2 Minuten auf der linken Seite patsch nass. Auf dem Rückweg kam dann gerechterweise noch die Rechte dazu. Also je nach Temperatur lohnt sich dann ein Regencape ;)

Eigentlich wollten wir am nächsten Tag noch auf die Argentinische Seite. Nachdem wir aber auf dem Rückweg ein Taxi nehmen mussten (1 Stunde haben wir vergeblich auf den Bus gewartet, dann haben wir jemanden gefunden, der wusste, dass zwischen 13 und 17Uhr samstags kein Bus fährt – da war es gerade 15Uhr…) und am nächsten Tag –da Sonntag- ebenfalls mit dem Taxi hin und zurück hätten fahren müssen, haben wir das kurzerhand gestrichen. Die Seite der Erde strapaziert unser an Süd-Ost-Asiatische Preise gewöhntes Reisebudget sowieso schon sehr. Da muss man eben auch mal was auslassen…

São Paulo (21.05.2018-23.05.2018)

Von Rio sind wir mit dem Bus nach Saõ Paulo. Hier sind wir nur zum Pause machen auf dem Weg nach Foz do Iguaçu – zu den größten Wasserfällen der Welt. Wir freuen uns schon. -Und sind gespannt auf die Fahrt im Nachtbus. Scheinbar sollen die Busse hier ja ganz gut sein.

Rio de Janeiro (11.05.2018-21.05.2018)

Ab nach Brasilien. Für uns beide ist es das erste Mal, dass wir in Südamerika sind. Wir sind natürlich ganz gespannt. Erst mal haben wir in Rio für 10 Nächte ein Zimmer gebucht um in Ruhe aufzuholen was die letzten Wochen liegen geblieben ist. Während ich das schreibe, weiß ich leider schon, dass ich in den 10 Tagen gerade mal die Hälfte von „allem was da so liegen geblieben ist“ geschafft habe. Reiseplanung, Arbeiten, Bewerben und vor allem auch Travelwunder. Bei Timo sieht es nicht viel besser aus. – Zum Glück, sonst wäre mein schlechtes Gewissen ganz schön groß. So geht’s :D
In Rio haben wir natürlich Cristo besucht. Früh morgens, wie es sich gehört. Damit haben wir dieses Jahr schon das zweite der 7 neuen Weltwunder gesehen. Einfach so. Und der Besuch lohnt sich auch. Eintritt und Fahrt kosten zusammen 13€ und man hat einen tollen Blick auf Rio und den Zuckerhut und die anderen, mit bunten Häusern bebauten Berge von Rio. –Außerdem ist es ein Weltwunder. Was sind da schon 13€. Cristo selbst ist allerdings für mich von der Stadt aus noch beeindruckender. Egal wo man ist, man sieht ihn immer – mit seinen ausgebreiteten Armen, als würde er die Stadt bewachen. Das ist irgendwie echt cool. Ich muss sagen, wenn man auf dem Berg vor der Statue steht, ist es nicht ganz leicht nachzuvollziehen warum ausgerechnet das eines der neuen Weltwunder geworden ist. Von der Stadt aus, kann ich das sehr gut verstehen.
Natürlich waren wir auch bei der berühmten gefliesten Treppe Escadaria Selaron im Zentrum von Rio, an der Copacabana und in Ipanema. Ein Tipp, falls du mal nach Rio reist: suche dir eine Unterkunft in Ipanema und nicht an der Copacabana. Wir waren nicht in der Hauptsaison in Rio, da kann es vielleicht nochmal anders sein. Aber insgesamt ist an der Copacabana nicht mehr viel los. Die meisten hippen Restaurants, die Einkaufsmöglichkeiten und der beliebtere (bei uns im Mai nicht überlaufene) Stand sind in Ipanema.

USA – Ft. Lauderdale (07.05.2018-10.05.2018)

Nach Varadero sind Timo und ich dann nach Fort Lauderdale geflogen. 3 Tage im Luxus im Lago Mar Beach Resort. Wir hatten ein riiiiesen Zimmer und vor allem ein wunderbares Bett. Betten können die in den USA einfach. Deshalb haben wir dann auch die meiste Zeit einfach mal geschlafen. Schlaf haben wir nämlich – wie es sich bei so nem Urlaub gehört- auf Kuba nicht ganz so viel bekommen.
Und fast hätte ich das „Spektakulärste“ vergessen: Für die drei Tage hatten wir eigentlich nen Mini-Klasse Mietwagen. Aber scheinbar mussten die ihre Muscle-Cars loswerden. Normalerweise lassen wir uns wirklich NIE in Upgrades bei der Autovermietung reinquatschen. Aber bei 12USD am Tag mehr für nen Camaro SS in gelb… Wer kann da schon nein sagen.

Wer sich übrigens fragt: von Kuba in die USA zu fliegen ist kein Problem. Man kommt nur an einem unglaublich bekloppten Terminal an und das Einreisen dauert ewig. Das scheint aber die einzige „Strafe“ für einen Besuch im verbotenen Kuba zu sein ;)

Kuba (21.04.2018-07.05.2018)
Bilder dazu gibts in Instagram

Varadero (28.04.2018-01.05.2018)

Nach Trinidad sind wir von Individual- in den Pauschaltourismus abgewandert. Eine Woche All Inclusive im 4* Hotel am Traumstand in Varadero. Und Timo und ich müssen zugeben, wir haben es geliebt. Eine Woche reicht zwar, aber die Woche war toll. Wir haben nen guten Schnapp gemacht für 55€ pro Nase pro Tag. Als wir dort waren, haben wir erst mal bemerkt wie gut. Die Cocktails waren meeega lecker, genauso wie das Essen am Buffet und in den Restaurants. Wir haben immer leicht für alle Liegen am Stand gefunden – auch ohne morgens raus zu rennen und Handtücher zu verteilen. Wir konnten Kayak und Tretboot fahren. Sogar Schnuppertauchen im Pool war inklusive :D
Dass wir jetzt 7 kleine Kubakugeln sind und die Piña Colado, Pasta, Rumkilos uns noch eine Weile begleiten werden, brauche ich wahrscheinlich nicht zu erwähnen ;) Und dass wir beim Abschied doch ein bisschen niedergeschlagen waren wohl auch nicht… Jetzt freue ich mich doch schon sehr auf den nächsten Heimatbesuch.

Trinidad (28.04.2018-01.05.2018)

Von Havanna aus sind wir nach Trinidad gefahren. Wir haben den „Van“ für uns sieben mit unseren netten Haushälterinnen gebucht und wussten nicht was auf uns zu kommt. Was dann kam, war echt ne Überraschung. Wir haben kaum zu siebt in das Geländewagen-ähnliche Gefährt gepasst und unser Gepäck auch kaum aufs Dach. Und das wo die Hälfte der Gruppe schon entsetzt war, dass das Gepäck überhaupt aufs Dach muss. Willkommen in der Welt der Individualreisenden. Dass es davon auf Kuba noch nicht so viele gibt, haben wir dann daran gemerkt, dass wir beim losfahren von allen Seiten fotografiert wurden.

Nach 6 Stunden sind wir heil in Trinidad angekommen und die Stadt ist eeeehrlich toll. Die Häuser sind alle richtig gut in Schuss, überall sind kleine süsse Läden, Restaurants und Parks. Wie in Havanna glänzt die Stadt nicht gerade mit den großen Sehenswürdigkeiten, aber Trinidad ist ein echter Wohlfühl-Ort. Und jeder der viel reist, weiß: davon gibt es nicht so viele.
Von Trinidad aus kann man auch eine Tour in den benachbarten Nationalpark machen. Normalerweise macht man die auf Pferden. Wir hatten vorher schon viel Schlechtes was den Zustand der Pferde gehört, aber eben auch viel Gutes. Da dachten wir, wir probieren das einfach aus. Ich nehm es direkt vorweg: es war ein Drama, aber eins mit sehr überraschendem Ende.

Unser Guide Antonio hat uns bei der Casa abgeholt und dann gings erst mal zu Fuss los. Nachher war uns klar warum: Im Zentrum von Trinidad liegt überall Kopfsteinpflaster und das ist nicht so toll zum Reiten. Antonio hat in die Runde gefragt, ob jemand schon mal geritten ist: …“ich, ich, als ich klein war“. Hätte ich mal die Klappe gehalten. Auf Spanisch hat er mir dann erklärt, dass ich das Pferd bekomme was einen Tick hat, aber das wäre normal. Ich soll mir keine Sorgen machen… hm?? Wie bitte? Mach ich aber!
Als wir 10 Minuten später bei den Pferden angekommen sind, war die Ernüchterung dann sowieso groß. Die Pferde sahen eher aus wie abgemagerte Ponys und hatten überall Löcher und Striemen im Fell. Das war echt kein schöner Anblick. Trotzdem haben wir uns erst mal auf die tapferen Pferdchen geschwungen.
Mein Pferd hatte tatsächlich einen Tick und hat permanent den Kopf hochgerissen. Vielleicht ist das nicht gefährlich, aber besonders beruhigend war es auch nicht. Dass es die ersten 10 Minuten auch noch über Kopfsteinpflaster ging hat nicht geholfen. Die Pferde sind ständig gestolpert und unsere Begeisterung für die Tour war nach diesen 10 Minuten wirklich bei NULL. Als wir dann auch noch absteigen mussten, weil es steil bergab ging und die Pferde uns da nicht tragen können war das Chaos komplett. Jeder hatte ein Pferd am Zügel und wir waren alle sehr bemüht nicht in einem großen Knäul den ganzen Berg runter zu rutschen. Auch ohne uns auf dem Rücken war der Berg nämlich zu steil für die Pferde. Unten angekommen war klar: Wir steigen nicht mehr auf.
Das Ergebnis war: Antonio, der sicher nicht verstanden hat, was unser Problem mit seinen wunderbaren Pferden ist, hat sich einsichtig gezeigt und wollte auch sicher nicht auf die Einnahme von immerhin 140CUC für uns 7 verzichten. Er hat uns angeboten ein Stück mit uns im Nationalpark zu laufen. „Ein Stück“ hat sich als „den gesamten Weg“ entpuppt, sodass wir 7 Stunden, einen Stopp an einem Wasserfall, der Kaffeeplantage (die uns Honig und Zigarren verkaufen wollte??), einem Restaurant an dem wir Spanferkel von letzter Woche essen sollten und 16km später ganz schön erschöpft wieder am Rand des Nationalparks angekommen sind. Echt anstrengend, aber auch echt lustig und sicher ein Tag, den wir alle nie vergessen werden. Die Krönung war eine Fahrt auf der Ladefläche eines Traktor-Anhängers. Damit wir den Berg nicht wieder hochlaufen müssen, hat uns Antonio angeboten, sein Amigo könnte uns wohl mit dem Traktor fahren. Das war ne halsbrecherische Nummer. Vor allem da wir unterwegs unzählige Kubaner aufgesammelt haben. –Wann hat man schon mal die Möglichkeit zu fahren, anstatt den endlosen Berg rauf zu kraxeln.
Antonio hat uns übrigens unterwegs sehr eindringlich versucht zu erklären, dass es seinen Pferden gut geht und nur die ersten 20 Minuten schwierig sind und die Pferderasse schlicht so aussieht. Und tatsächlich haben wir einige Gruppen mit genau solchen Pferden gesehen, die auch auf dem Rückweg noch ganz fit und motiviert aussahen. Keine Ahnung, ob wir da im Recht waren oder nicht. Die Pferde hatten nen Tag Urlaub und wir haben wenigstens ein paar Mojitos abtrainiert.

Habana (21.04.2018-28.04.2018)

Daran, dass das Internet in Kuba nur begrenzt verfügbar ist, haben wir uns echt schnell gewöhnt. Deshalb gibt’s jetzt viel aufzuholen. -Obwohl wir zugeben müssen, das ist auch eine Willkommene Ausrede, so schlecht ist die Internetverbindung auf Kuba nämlich gar nicht.
Bilder haben wir auf Kuba auch keine gemacht (ok, die Tabelle mit den Wechselkursen in der Bank, weil die Anzeige der Kurse in Euro und CHF uns verwirrt hat. – Wir hatten wohl schon einen im Tee… Jedenfalls haben wir den Fotografen-Job ganz dankbar für zwei Wochen an unsere Freunde weitergebenen.
Die haben uns nämlich auf Kuba besucht um mit mir meinen 30. Geburtstag zu feiern. Wir hatten also richtigen 100%igen Urlaub, haben nur das Nötigste erledigt und ansonsten einfach nur die Zeit genossen.
In Havana haben wir zu 7 in einem Casa Particular gewohnt und Timo und zum ersten Mal in der Situation Spanisch sprechen zu müssen. Was man alles kann, wenns nicht anders geht… In unserer Casa haben nämlich 2 Haushälterinnen mitgewohnt. Ein bisschen seltsam war das schon. Nesla (die Nachtwache) hat nämlich im Gemeinschaftsraum das Sofa belegt und –anständig wie wir erzogen wurden- war für uns damit abends in der Casa zusammensitzen erledigt :D
War aber nicht schlimm, Rum ist auch in den Bars günstig. Von Havanna selbst kann ich eigentlich gar nicht so viel erzählen. Für mich gibt es nichts, was ich als besonders sehenswert hervorheben würde. So richtige must-see’s gibts einfach nicht (Sorry an alle Havanna Club Fans, das Museum ist ziemlich langweilig, vor allem nach der Tequila Tour bei Jose Cuervo). Wahrscheinlich hat es mir deshalb auch so gut gefallen… das ständige Gefühl die wichtigen Sehenswürdigkeiten abklappern zu müssen. bleibt so aus :)
Was aber erwähnenswert ist, ist das „El Dandy“. Die Süsskartoffel-Pommes mit Alioli sind der Wahnsinn (alles andere auf der Karte eigentlich auch). Nach zwei, drei Versuchen irgendetwas ähnlich gutes zu finden, haben wir aufgegeben. 5 Tage lang wurden für uns mindestens 1x, meist 2x am Tag die Tische zusammengeschoben. Ab dem dritten Tag, wurden wir schon vorwurfsvoll von der Bedienung angeschaut, wenn man einer aus der Reisegruppe gefehlt hat. – Und bei unserem letzten Besuch hat sie ein Tränchen vergossen. Wer braucht da schon Sehenswürdigkeiten ;)

Bahamas (11.04.2018-21.04.2018)

Nassau (14.04.2018-21.04.2018)

19.04.2018
Am Freitag in George Town haben wir noch hin und her überlegt. Buchen wir unsere Flüge um? Lassen wir unser AirBnB in Nassau einfach sausen? Aber dadurch, dass es unterkunftstechnisch In Georgetown unter 100€ pro Nacht aktuell nichts gibt, hat die Vernunft gesiegt. Die Reisekasse lacht, mein Herzchen weint. -Und Timos Reiseherz weint auch. Die Exumas waren einfach perfekt unser für uns ein echter Wohlfühl-Ort. Nassau ist dagegen echt doof. Das Meer ist nicht mal halb so toll (ich glaube bis uns das nächste mal ein Strand begeistert, wirds ne ganze Weile dauern. Die Exumas haben uns verdorben), nachts soll man nicht raus, weils gefährlich ist (in den Touriecken wie Paradise Island gehts, aber da wohnen wir natürlich nicht), und überhaupt ist Nassau nicht George Town. Wie erwartet kam aber auch der Erkältungsteufel wieder ein bisschen zurück. Wir nutzen jetzt die Zeit hier zum Reise weiterplanen, Erkältung auskurieren und zum Arbeiten. In ein paar Tagen sind wir ja dann auf Kuba und da gibts laut Internet kaum Internet ;)

Exumas (11.04.2018-14.04.2018)

13.04.2018
Dank meiner fetten Erkältung uns insgesamt 3 Flügen zwischen Mexico City und George Town auf den Exumas sah es am 11. morgens noch gar nicht so gut aus für die Tour zu den schwimmenden Schweinen am nächsten Tag. Die Hals- und Ohrenschmerzen haben mich ganz wahnsinnig gemacht. Aber mein frisch am Flughafen in Texas erstandenes buntes Medikamenten-Allerlei aus Schmerztabletten, Halsspray (ich wusste bis vor 2 Tagen gar nicht, dass es das gibt), Nasenspray und sonst noch was hat seinen Zweck erfüllt. Wir konnten die Tour am Donnerstag in einer ganz anständigen Verfassung machen. Ein Glück. Die Exumas sind teuer und wir haben deshalb nur 3 Tage in George Town geplant und den Weiterflug nach Nassau schon gebucht…
Und was soll ich sagen?? Zusammen mit den Nordlichtern in Lappland und den Big5 Safaris in Afrika war das wohl die beste Tour, wir in den letzten 4 Jahren gemacht haben. Die Exumas sind das Paradies. Das Meer ist über 100km strahlend blau, egal wie tief das Wasser ist, man sieht immer bis zum Grund und alles ist einfach unglaublich. Und wie ihr in Instagram sehen könnt… hier gibts noch keine überlaufenen Strände an denen sich die Touris tummeln. Bei den Touren kann es mal passieren, dass eine abgesagt wird, weil es nicht genug Teilnehmer wird und man umdisponieren und mit einem anderen der insgesamt nur 3 Anbieter fahren muss. Überall hat man genug Zeit, genug Ruhe, keinen Müll, keine abgerupften und von Sonnencreme ermordeten Korallen (ja, das ist wirklich so: Sonnencreme tötet Korallen! Also lieber ein langärmeliges Surf-shirt zum Schnorcheln und die Sonnencreme weglassen).
Am besten hat uns das Schwimmen mit den Nurse Sharks gefallen. Eigentlich macht man die Tour ja wegen der berühmten schwimmenden Schweine, die auch super sind. Aber die Ammenhaie sind noooch toller. Weil es aber zu der Exuma-Tour noch wahnsinnig viel zu erzählen gibt, werden wir bald einen Blogpost dazu schreiben und jetzt zwitschern wir ab zu Stocking Island. Stachelrochen streicheln… die sind wie die Ammenhaie frei und kommen freiwillig zum kuscheln zum Strand, weshalb es auch keine „Eintritt“ kostet. Nur für die Fähre nach Stocking Island muss man 15$ return bezahlen.

Mexiko (11.02.2018-10.04.2018)

Mexico City (06.04.2018-10.04.2018)

Mexico City war unser letzter Stop in Mexiko. Ich muss ehrlich sagen, ich habe genug von Mexiko und freue mich, dass es jetzt weiter geht. Es gibt tolle, wunderschöne Flecken und Städte in diesem riesengroßen Land, wir haben natürlich bei weitem nicht alles gesehen. Aber bei dem was wir gesehen haben, ist der Funken einfach nicht richtig übergesprungen. Bei uns beiden nicht. Wir kennen wirklich ganz viele andere Reisende und Freunde, die von Mexiko ganz begeistert sind, aber uns reichts :D Alles ist laut, das Preis-Leistungsverhältnis stimmt für uns nicht. Wir sind natürlich von Südostasien auch verwöhnt, aber auch wenn man das außen vor lässt ists einfach nicht das wahre.
Zur „Strafe“ für unsere nicht ganz so große Euphorie haben wir die letzten Tage in Mexiko überwiegend krank im Bett verbracht. Immerhin steht ja am 12.April unser Ausflug zur Schweineinsel an.
Einige Sehenswürdigkeiten und Plätze haben wir abgeklappert, aber leider nicht mal die Hälfte von dem gesehen was wir geplant hatten. Wir waren beim Palacio de las bellas Artes, dem Zocalo und zur Passeo de la Reforma. Für der Sonnenpyramide hat die Energie nicht gereicht. Trotzdem haben wir genug gesehen, um sagen zu können, dass Mexico City nicht so verrückt und auch lange nicht so „gefährlich“ ist wie wir gedacht hatten. Wir sind trotz Erkältung möglichst viel zu Fuß gegangen und auch einmal aus Versehen in einem SEHR untouristischen Viertel gelandet. Aber auch dort ist uns niemand auf die Pelle gerückt. Die Abzockerbanden in Akumal an der Riviera Maya waren ehrlich gesagt gruseliger als alles was wir in Mexico City gesehen haben :D
Und jetzt heißt es hoffen, dass wir bis zum 12. fit sind. Timo ist zum Glück schon beinahe über den Berg.

Guadalajara (Tequila) (29.03.2018-06.04.2018)

Ich bin noch ein bisschen verkatert von gestern. Wir sind mit dem Bus von Guadalajara nach Tequila gefahren und da gibts natürlich -Überraschung- Tequila. Als wir von der Bushaltestelle in Richtung Zentrum gelaufen sind, waren wir überrascht wie wenige Touristen wir gesehen haben. Es war echt nichts los und wir waren nicht mal früh dran. Deshalb kam auch nicht direkt Tequila-Stimmung auf. Wahrscheinlich liegt das daran, dass der Tequila Zug „Jose Cuervo“ nur Samstags fährt. -Und der ist vor allem für mexikanische Touris ein riiiesen Hype. Uns war er mit um die 100€ ein bisschen zu teuer. Für 13Uhr haben wir eine englische Führung durch eine Destille gebucht – bei Jose Cuervo ;) Die ist zwar ein bisschen teurer als anderswo, aber eben auch auf englisch und… außerdem ist es Jose Cuervo :D
Die Führung war echt interessant und wir konnten Agave probieren und frisch destillierten Tequila. Der hatte 55% und war eigentlich sehr eklig, aber wenn man ein bisschen Agavensaft zum nachspülen hat gehts. Und wegschütten kommt nicht in die Tüte.
Das beste an der Führung war aber das Tequila-Tasting danach. Von ursprünglich 7 Personen waren wir da noch zu fünft, da das Tasting 6€ extra kostet. Aber die waren mal richtig gut investiert. Erstens gibt es echt jede Menge Tequila, zweitens macht es viel Spaß und drittens haben wir gelernt wie man Tequila trinken kann, ohne dass es eklig schmeckt und man Zitrone und Salz braucht. Verrat ich aber nicht, müsst ihr selbst rausfinden.
Jedenfalls hatten wir dann nen ordentlichen Tequila Schwips bis wir wieder nach Guadalajara gefahren sind.

Guadalajara an sich gefällt uns auch richtig gut. Die Kathedrale ist toll und vor allem ist es auch wieder relativ ruhig. Deutlich ruhiger als wir das von der drittgrößten Stadt Mexikos erwartet hätten. Viele schöne Häuser und kleine Restaurants und die ganze Stadt blüht lila. Grundsätzlich ist es hier viel grüner als wir erwartet hätten. Schon als wir angekommen und mit dem Uber vom Flughafen in die Stadt gefahren sind, war uns gleich klar wieso jeder so von Guadalajara schwärmt. Es ist eben einfach eine schöne Stadt – für mexikanische Verhältnisse.

Mérida (23.03.2018-29.03.2018)

29.03.2018
Wir müssen gestehen, unser Casa hat uns so gut gefallen und wir haben uns so wohl gefühlt, dass wir ganz faul waren und viel Zeit dort mit zwei unserer Zimmernachbarn aus Holland verbracht haben. Gestern, an unserem letzten Tag, haben wir uns dann endlich aufgerafft und den geplanten Ausflug nach Chichén Itzá und Izamal gemacht. Das reinste Desaster: Wir wollten früh morgens unseren Mietwagen abholen und sind dafür mit nem Uber zum Flughafen. Alamo ist nicht am Flughafen und man wird erst mal nach langem Suchen von einem netten Mitarbeiter zur Station geshuttelt. Dort angekommen – hallo Mexiko, mussten wir erst mal ne Stunde warten. Immerhin waren zwei andere Reisende vor uns dran. Kann schon mal ne Stunde dauern und unsere Zeitplanung war jetzt eigentlich schon dahin.

Um halb9 waren wir endlich dran um zu erfahren, dass wir uuunbedingt unseren Reisepass im Original vorlegen müssen, sonst bekommen wir kein Auto. Das war bisher noch nie der Fall und wir dann so genervt, dass wir am liebsten die ganze Sache abgeblasen hätten. Da wir den Mietwagen schon bezahlt hatten, haben wir uns fluchend wieder in ein Uber geschwungen, schnell unsere Pässe geholt und sind zurück gefahren. Mittlerweile war dann auch viertel nach 9. Und als wär das nicht genug, war – Ende vom Monat!!- der Kreditrahmen auf unserer Kreditkarte nicht mehr hoch genug für die 650€ Kaution. Dank Skype und schneller Hilfe von der comdirect hatten wir dann kurz vor 10 Endlich unser Auto. Fast 3 Stunden hat der ganze Firlefanz gedauert.

Mit schlechter Laune sind wir Richtung Chichén Itzá (natürlich sagen wir uns in solchen Situationen auch: „komm, wir machen das beste drauß“, aber bis das auch umgesetzt werden kann dauerts immer ein bisschen). Dort wurden wir -der Klassiker- erst mal abgezockt. Ist aber nichts zu machen, die Polizei hatte die Straße gesperrt, weil angeblich die Parkplätze am Eingang alle belegt waren. -Manche durften weiterfahren, wir nicht… Für den Parkplatz 1,5km entfernt vom Eingang hat uns dann ein etwas fragwürdig aussehender Kerl 50Pesos abgeknüpft -die am Eingang kosten 30Pesos, aber was willste machen.

Unser Plan war natürlich vor den Reisebussen in der Maya Stadt anzukommen, jetzt waren wir in der Mittagshitze mit den Reisegruppen dort. Zum Glück ist das Gelände weitläufig und vielleicht hatten wir auch ein bisschen Glück. Es waren zwar viele Touris dort, aber zum aushalten viele. Immerhin :) Und Chichén Itzá hat uns gut gefallen. Ich war ja vorher nicht so überzeugt, aber muss jetzt sagen, es lohnt sich doch. Und immerhin ist die Mayastadt auch eines der sieben Weltwunder der Neuzeit. Die auszulassen hätten wir mit unserem Gewissen gar nicht vereinbaren können.

Von Chichén Itzá sind wir weiter nach Ik Kil. Eine schöne und leider sehr beliebte Cenote 5km entfernt. Auch hier waren mittlerweile die Reisebusse und die 80Pesos Eintritt pro Person waren echt rausgeworfenes Geld. Die Cenote ist der Hammer, und wären wir 2 Stunden eher da gewesen, hätten sich die 80 Pesos mehr als gelohnt. So standen die Besucher Schlange um ins Wasser zu können. Nach 3 Beweisfotos (folgen) und 5 Minuten pflichtbewusstem Aufenthalt sind wir schnell abgezischt und weiter zur nächsten Cenote. Die hatten wir dann immerhin fast für uns alleine.

Zum Abschluss sind wir weiter nach Izamal. Eigentlich war das ein bisschen Quatsch, denn die Stadt ist bekannt für ihre gelb gestrichenen Gebäude in der Innenstadt und wir waren so spät dran, dass wir nicht wussten ob wirs vor Sonnenuntergang noch dort hin schaffen. Tatsächlich waren wir dann aber ca. 20 Minuten vorher dort. Und der Weg hat sich gelohnt. Die gelben Häuser sind sooo hübsch und das Zentrum ist echt goldig. Am liebsten wären wir über Nacht geblieben. So sind wir einfach ein bisschen herumgeschlendert und dann -gutgelaunt- zurück nach Mérida. Dort angekommen haben wir dann auch noch die tolle Nachricht bekommen, dass wir für unseren geplanten Zwischenstopp im Mai in Fort Lauderdale von einem tollen Hotel gesponsert werden. -So doof wie der Tag angefangen hat, so gut hat er dann doch geendet. Und jetzt gehts weiter nach Guadalajara.

24.03.2018
Die nächsten 6 Tage sind wir in Mérida und haben scheinbar endlich mal ein bisschen Ruhe vor der mexikanischen Dauerbeschallung. Die Mexikaner sind ja so unglaublich lärmresistent… Die erste Nacht war jedenfalls Ruhe pur. Yay. -Wir sind in einem ganz süßen Guesthouse: La Casa del Quetzal. Hier wohnt man wirklich wie in einer WG. Also jedes der vier Zimmer hat ein eigenes Bad, aber Küche, Wohn- und Esszimmer nutzt man gemeinsam. Die „Mitbewohner sind nett, man hat wirklich alles was man braucht.

Isla Holbox (20.03.2018-23.03.2018)

21.03.2018
Gestern sind wir auf Holbox angekommen und hier bleiben wir für drei Nächte. Mehr gibt unser Budget nicht her. Weil in Amerika gerade Urlaubs-Hauptsaison ist sind die Preise ganz schön happig. Wir zahlen 70€ pro Nacht für ein, um ehrlich zu sein, schon ein bisschen ranziges Zimmer. Der Wasserhahn im Bad läuft nicht und wir Waschen unsere Hände deshalb unter der Dusche :D
Auch sonst greift hier der Bauwahnsinn ganz schön um sich. Nach jedem Hotel, Guesthouse, Restaurant folgt eine Baustelle. Trotzdem ist es hier ruhiger als in Playa oder Tulum Pueblo und die Menschen (Mexikaner wie Touristen) sind richtig gechillt. Dass das Meer wunderschön ist brauchen wir wahrscheinlich gar nicht zu erwähnen. Wunderbar leckeres Ceviche haben wir gestern Abend auch gegessen.
Heute sind wir dann in den Westen der Insel gelaufen. Eigentlich fahren hier alle mit so ner Art Golf-Buggy über die Insel, bei 600MX$ für 4 Stunden (knapp 30€) haben wir uns gedacht, laufen tuts auch ;) Morgen machen wir uns dann auf den Weg zu den Sandbänken im Osten und hoffentlich auch zu den Hängematten im Wasser, die Timo unbedingt finden möchte (genau genommen haben wir schon bestimmt schon 20 Hängematten im Meer gesehen, aber eben nicht die Richtigen :D )

Nachtrag: Wir haben die Hängematten gefunden. Und die Sandbänke. Wir hatten schon gedacht, dass Holbox uns gar nicht so gut gefallen würde. Aber die Sandbänke sind echt MEEEGA

Tulum Beach und Tulum Pueblo (11.03.2018-20.03.2018)

19.03.2018
Vor 2 Tagen sind wir von Tulum Beach nach Tulum Stadt gezogen. Die fetten Tage am Strand sind damit erst mal vorbei und unser Standard was die Unterkunft angeht musste sich ganz schön abrupt wieder runter schrauben. Dafür haben wir hier richtig geile Tacos für 8 Pesos gefunden, einen tollen Waffelplatz fürs Frühstück und ein ganz, ganz leckeres Fischrestaurant.
Zu den Maya Ruinen sind wir gestern gelaufen. Eigentlich wollten wir schon früh los, aber ich bin einfach eine Schlafmütze. -Wieso muss man eigentlich überall IMMER früh sein? Wieso sind nicht einfach alle Sehenswürdigkeiten mittags um 2 am schönsten?? – So oder so, die Ruinen sind wirklich ganz schön und in jedem Fall einen kleinen Ausflug wert. Die Lage direkt am Strand ist toll und mit 70 Pesos ist der Eintritt echt erschwinglich.
Heute Abend sind wir dann noch im Rudel mit anderen Pleitegeiern von ATM zu ATM gerannt, weil nach einem Powercut die Geldautomaten in den Banken nicht mehr funktioniert haben. Ausgerechnet heute, wo doch die Geldautomaten in Holbox auch nicht die Zuverlässigsten sind. Beim vierten Anlauf in nem kleinen Supermarkt geklappt. Und wie immer, wenn was nicht funktioniert wie geplant, macht man die nettesten Bekanntschaften.

13.03.2018
Gerade sind wir ganz schön k.o. Nachdem wir die letzten beiden Tage kaum einen Fuss auf dem wunderbaren LuvTulum gesetzt haben – eigentlich nur zum Abendessen-, haben wir heute gedacht wir bewegen uns mal. Die Sonne scheint heute ausnahmsweise mal nicht und da laufen wir zu einem Crepeladen, den wir auf dem Weg hier her entdeckt haben. 4km waren das. Ganz hungrig sind wir angekommen und dann? Heute spontan geschlossen, weil der Besitzer Kisten bunt anpinselt… Morgen ab 8Uhr wieder. 4km!!!! :D Wir haben dann nebenan Tacos gegessen (alles andere hier sprengt unser Budget ;) ). Und dann sind wir wieder 4km zurückgewatschelt. Eigentlich wäre jetzt die perfekte Zeit für ein Nickerchen, aber ein bisschen arbeiten müssen wir heute noch, deshalb fällt das aus. -Wenn morgen die Sonne wieder scheint holen wir das einfach am Strand nach :)

Playa del Carmen (11.02.2018-11.03.2018)

07.03.2018
Heute sind wir ein bisschen stolz, weil wir unsere Bustickets komplett auf Spanisch gekauft haben. Die Uhrzeit stimmt, das Reiseziel stimmt und das Datum auch. Yuppie. Als der nette Mann am Schalter gefragt hat wo wir sitzen möchten, wären wir gerne ein bisschen weiter vorne gesessen, aber leider sind mir die Zahlen nicht auf Spanisch eingefallen. Jetzt sinds die Plätze 19 und 20 geworden :D
Am Ende hat der nette Mann am Schalter allerdings noch was gesagt, dass wir nicht verstanden haben. Hoffentlich nicht, dass wir ne Stunde eher da sein sollen oder sowas ;) Da wir aber bei Spanisch bleiben wollten und nich wussten wie wir nochmal nachfragen sollen, lassen wirs jetzt mal drauf ankommen.

02.03.2018
Timo und ich haben im letzten Jahr festgestellt, dass wir nicht nach den ursprünglich geplanten 2 Jahren einfach so wieder in den „normalen“ Arbeitsalltag zurück möchten.
Die ersten vier Wochen in Lateinamerika nutzen wir deshalb vor allem um Pläne für unser digitales Nomaden-Dasein zu schmieden und um Spanisch zu lernen. Da in Playa del Carmen aber genauso viel Englisch gesprochen wird wie auf Mallorca Deutsch ist unser Spanisch echt noch sehr in den Kinderschuhen. Immerhin kann ich sagen, dass ich Hunger habe, damit sind die elementaren Vokabeln ja abgedeckt.