Inselhopping in der Karibik an sich darf natürlich auf unserer Bucket-List nicht fehlen. Aber neben den üblichen Verdächtigen wie einer Rundreise durch Kuba, Raggae Musik am Strand von Jamaika und Seele-baumeln-lassen auf Barbados haben wir noch ein paar speziellere Ziele oder viel eher Erlebnisse, die wir auf keinen Fall verpassen möchten und die man wirklich nur in der Karibik erleben kann.

Hier sind deshalb unsere persönlichen Top 3 Karibik-Ziele – die, wie mir eben erst richtig bewusst wird, tatsächlich alle drei mit Tieren zu tun haben :)

1. Der Flamingobeach auf Aruba

Flamingos sind für mich die schönsten Vögel der Welt und wie man in den letzten Jahren in vielen Schaufenstern sehen kann geht das nicht nur mir so. Überall stehen sie. Kein Wunder, so elegant und vor allem so pink wie sie sind. Und auf Aruba in der Karibik kann man die schönen Vögel aus nächster Nähe bewundern. Vor allem dann, wenn man den Eindruck erweckt als hätte man vielleicht etwas Essbares in der Strandtasche. -Wir haben auch schon einige Bilder und Berichte gesehen, in denen sich die Flamingos dann tatsächlich füttern lassen.
Die Flamingos gibt es aber nicht überall auf Aruba, sondern nur auf Renaissance Private Island, eine kleine Insel direkt vor der Küste von Aruba bei Oranjestad. Wie der Name schon vermuten lässt, kann nicht jeder einfach dort hin spazieren, da es sich um eine Privatinsel handelt und der „Eintritt“ ist auch nicht ganz günstig. 99US$ und eine Fahrt mit dem Wassertaxi muss einem der Flamingospaß schon wert sein. Dafür bekommt man dann neben einem Date mit den pinken Schönheiten auch noch einen sauberen -und scheinbar ziemlich ruhigen- Strand geboten. Was das Ganze noch schöner macht. Mir einen Flamingo mit hundert anderen zu teilen wäre ja auch nicht das Wahre. Ich möchte einen für mich allein!

Die pinke Farbe der Flamingos kommt übrigens von deren Speiseplan, der viel Karotin enthält. Das heißt auch Flamingobabies sind erstmal überhaupt nicht pink, sondern grau und werden dann langsam rosa und ja nach dem auch leuchtend pink. Und grau oder weiß werden umgekehrt auch die ausgewachsenen Flamingos wieder, wenn sie kein Karotin mehr bekommen. -Das Phänomen kann man in etwas abgewandelter Form sogar bei Menschen beobachten: Wer viel Karotten isst bekommt eine etwas orangefarbene Haut. Gefällt mir aber nicht besonders… deshalb habe ich auch meinen Karottenkonsum sehr gut im Griff… ;)

2. Schwimmende Schweine

Von den eleganten Flamingos geht’s weiter zu etwas weniger eleganten Tieren, dafür sind aber auch die rosa. Zumindest zum Teil. Nämlich die Hausschweine, die es irgendwie mitten in die Karibik bis auf die Bahamas geschafft haben. Und jetzt leben sie dort am Strand als alleinige Bewohner von Big Major Cay (Pig Island), sonnen sich den ganzen Tag und schwimmen mit uns Touristen im Meer umher. Lustig eigentlich, wenn man bedenkt, wie schnell die meisten von uns aus dem Schwimmbecken im heimischen Freibad draußen wären, würde man einfach ein paar Schweine ins Wasser lassen – ich natürlich auch. Aber im Urlaub gelten ja oft andere Regeln.

Mit einem kleinen Boot kann man z.B. von Nassau, der bahamischen Hauptstadt aus auf die Schweineinsel Big Major Cay schippern. Für eine Tagestour muss man mit ca. 160€ rechnen und auf jeden Fall was zu futtern für die Schweine mitnehmen. Äpfel zum Beispiel. Hier ist füttern auch ausdrücklich erwünscht, denn die Tiere fressen fast ausschließlich was wir Touristen mit zur Insel bringen ;)

schwimmende Schweine auf den Bahamas :)

schwimmende Schweine auf den Bahamas :)

–Das Rätsel wie die Schweine auf die unbewohnte Karibikinsel gekommen sind ist übrigens bis heute noch nicht gelöst. Den Verschwörungstheoretikern unter uns wird sicher die Idee gut gefallen, dass die Schweinchen dort hin transportiert wurden um Touris anzulocken – was funktioniert hätte. Ich finde es aber schöner zu glauben, dass sich die Hausschweine nach einem Schiffsbruch auf die Bahama-Insel gerettet haben. So oder so haben sie mit Sicherheit viel Glück gehabt und jetzt ein echtes Luxusleben :)

3. Schwimmen mit Ammenhaien

Nicht mehr pink, aber auch im Meer vor einer der Bahama-Inseln –gar nicht weit von Pig Island- auf Compass Cay kann man mit Ammenhaien schwimmen. Ammenhaie (oder Nurse Sharks) sind nahe Verwandte der Walhaie und auch ähnlich ungefährlich. Wenn sie sich provoziert fühlen, kann es aber auch gut passieren, dass sie doch mal angreifen.-Aaaaah, was provoziert wohl so einen Hai?!- In jedem Fall sehen sie aber ziemlich gefährlich aus und können um die vier Meter lang werden, was schon völlig reicht, um mich zu beeindrucken…

Vor der Küste von Compass Cay tummeln sich die Nurse Sharks zu Duzenden. Irgendwann wurden sie von Menschen dort an der Küste „ausgesetzt“, sind dort geblieben und haben sich an die Menschen gewöhnt. Sie sind zu einer Art Haustier geworden und man kann mit ihnen schwimmen und sogar schmusen :)

Die meisten Touren zu den Nurse Sharks starten von Staniel Cay aus. Auf der kleinen Insel gibt es einige Hotels und Bungalowanlagen. Von dort aus kann man direkt vor Ort eine Tour nach Compass Cay zu den Nurse Sharks buchen. Über die Preise für den Ausflug von Staniel Cay zu den Haien konnten wir nicht direkt was finden. Das scheint aber nicht so teuer zu sein. Dafür ist es nicht ganz günstig erst mal nach Staniel Cay zu kommen und dort zu übernachten ;) Einen Hin- und Rückflug mit Flamingo Air von Nassau aus direkt nach Stabile Cay gibt es zum Beispiel ab ca. 100€. Übrigens kommt man auch von Fort Lauderdale aus direkt nach Staniel Cay.
Da macht es dann wohl auch am meisten Sinn von dort aus auch den Pigs Beach zu besuchen.

Wir freuen uns jetzt auf jeden Fall schon riesig auf die Karibik :)