Wer entlang der australischen Ostküste reist, kommt ganz sicher irgendwann nach Noosa. Ca. 140km nördlich von Brisbane, an der Sunshine Coast in Queensland liegt die mit 50.000 Einwohnern verhältnismäßig kleine Stadt. Uns wurden von Bekannten empfohlen hier unbedingt ein, zwei Tage zu bleiben. Geblieben sind wir dann insgesamt drei Wochen, denn Noosa ist tstsächlich eine der schönsten Städte in Australien. Die Atmosphäre dort ist so entspannt und trotzdem wird es nicht langweilig! Außerdem herrscht hier das perfekte Klima für alle Sonnenanbeter :) Im Süden von Australien kann es ja im Winter schon relativ kalt werden, während im Norden zwischen Dezember und April Regenzeit („The Wet“) ist. In Noosa ist das Klima das ganze Jahr ziemlich stabil, immer über 20Grad und die Regenzeit ist hier auch nur sehr abgeschwächt zu spüren. Da trifft es sich natürlich gut, dass es in Noosa viele wunderschöne Strände gibt.

Main Beach

Main Beach

Wir waren meist am Main Beach (Noosa Heads). Der Strand und das Wasser sind sehr sauber und da der Strand nach Norden gerichtet ist, sind die Wellen hier sehr flach -perfekt zum Beispiel um Surfen zu lernen und natürlich auch für Familien mit kleinen Kindern. Der Strand verläuft parallel zur Hastings Street, dem Herzen von Noosa mit vielen Geschäften, Restaurants und Snack Bars. Hier gab es auch die besten Fish ’n‘ Chips in ganz Australien, im Red Emperor, einem unscheinbar wirkenden Take Away Stand. Jetzt ist der Red Emperor wohl umgezogen an die Gympie Terrasse nach Noosaville am Noosa River.

Bootfahrten auf dem Noosa River

Der Noosa River schlängelt sich quer durch das ganze Stadtgebiet Noosa und trennt Noosaville von Noosa Heads. Im Fluss gibt es viele Sandbänke mit ganz feinem, weißem Sand. Am besten kommt man da hin, wenn man sich einfach selbst ein kleines Boot mietet. Das haben wir dann auch gemacht, zusammen mit einem anderen Pärchen, dass wir im Hostel kennengelernt haben.

Bootstour auf dem Noosa River

Bootstour auf dem Noosa River

2 Stunden sind wir mit einem „Cuddy Cab“ über den Fluss „geflitzt“ und das macht echt riesen Spaß. Außerdem ist das Wasser des Noosa River ganz klar und super zum Baden. Aber auch hier muss man ein bisschen vorsichtig sein. Am Tag bevor wir uns das Boot gemietet haben war ein Hai im Noosa River. Da der nämlich direkt in den Pazifik mündet ist das Wasser im Fluss kein reines Süßwasser sondern Brack- oder Salzwasser.

Noosa Nationalpark

Neben dem Main Beach in Noosa Heads gibt es auch im Noosa Nationalpark viele tolle Strände. Wers ein bisschen ruhiger mag, ist hier dann auch genau richtig. Um zu den Stränden zu gelangen ist immer eine kleine Wanderung notwendig und auch die Wellen sind hier gefährlicher als am Hauptstrand, deshalb sind hier weniger Leute unterwegs.
Am besten nimmt man sich einen Tag Zeit, packt genug Wasser, den Bikini und ein Handtuch ein und macht einen der Noosa Nationalpark Walks. Wir haben uns für den „Coastal Track“ entlang der Küste der Noosa Headland (Sunshine Beach bis Main Beach) entschieden. Ca. 5,4km entlang an Stränden, durch kleiner Wälder und ein bisschen über Stock und Stein. Einige Treppen sind dabei, aber besonders fit muss man eigentlich nicht sein. – Auf der Seite des Nationalparks wird „knöchelstützendes Schuhwerk“ empfohlen. Wir sind mit FlipFlops gelaufen, war kein Problem :)

Noosa Nationalpark -Coastal Track

Noosa Nationalpark -Coastal Track

Ein ziemlich großer Strandabschnitt, Alexandria Bay, im NP ist übrigens ein FKK-Strand. Wir wussten das im Gegensatz zu vielen anderen vorher schon. Es war aber trotzdem ein lustiges Erlebnis. Wir waren noch nicht ganz am Strand, kam uns schon ein nackter Aussi-Opi entgegen, der uns sofort die Kamera abgeknöpft hat, um ein Foto von uns zu machen. Da muss man schon mal schmunzeln :D Die Badehose darf aber natürlich anbehalten werden…

Hostelempfehlung

Übernachtet haben wir in Noosa im Flashpackers. Dem absoluten Nr. 1 Hostel dort. Es liegt zwar ein bisschen außerhalb, aber es fahren regelmäßig kostenlose Shuttlebusse zum Main Beach, zum Sunshine Beach und zum Supermarkt. Das Hostel ist sehr sauber, hat einen kleinen hübschen Pool, schöne Gemeinschaftsräume und bequeme Betten. Es wird auch regelmäßig Abendprogramm geboten und die Mitarbeiter und Warick, der Besitzer, sind auch supernett. Die Zimmerpreise hier sind, verglichen mit Hostels in anderen australischen Städten, ein richtiger Schnapp für den Standard der geboten wird.
Übrigens: Von Noosa aus werden auch Touren nach Fraser Island angeboten, der größten Sandinsel der Welt und eine der Touren an der Ostküste, die du dir auf keinen Fall entgehen lassen solltest.

Lebkuchenhaus statt Plätzchen - Weihnachtsfeeling bei 35°C :)

Lebkuchenhaus statt Plätzchen – Weihnachtsfeeling bei 35°C :)