Hamburg ist eine der schönsten Städte Deutschlands und wer bei einem Städtetrip gerne auf Bus, Bahn und Auto verzichtet und lieber zu Fuß geht oder Rad fährt ist hier genau richtig. Die Hansestadt ist flach, das Zentrum kompakt. Die Entfernungen zwischen den Sehenswürdigkeiten sind für eine Stadt mit über 1,7 Millionen Einwohnern (Hamburg ist nach Berlin die zweitgrößte Stadt Deutschlands) recht gering.

Viele Touristen reisen vor allem wegen der Musicals wie „Aladdin“ oder dem „König der Löwen“ – im Moment wahrscheinlich das schönste aller Musicals und wird seit 2001 im Stage Theater am Hafen aufgeführt. Aber es lohnt sich nicht nur wegen der Musicals nach Hamburg zu fahren. Wir zeigen euch was ihr bei eurem Hamburg-Trip nicht verpassen solltet.

Was du in Hamburg gesehen haben musst

1. Hamburger Hafen
Der Hamburger Hafen ist der größte Seehafen Deutschlands, die bekannteste Sehenswürdigkeit der Stadt und darf deshalb bei keinem Hamburg-Besuch fehlen. Bei den Landungsbrücken auf der Promenade hat man einen tollen Blick über den Hafen und es gibt viele Café’s, Restaurants und Imbissbuden.

Hamburger Hafen 1

Hier starten auch die Hafenrundfahrten, bei denen man entweder auf kleinen Barkassen oder auch auf einem großen Louisiana Raddampfer durch den Hafen geschippert wird. Für einen Preis zwischen 18€ und 25€ bekommt man während der Rundfahrt auch viele interessante Infos zum Hafen und seiner Geschichte.

Hamburger Hafen 2

Blick auf die Elbphilharmonie

Wem die Hafenrundfahrt zu teuer ist, der kann auch einfach für ein paar Euro mit einer der Fähren durch den Hafen fahren, muss dann aber auf die Infos dazu verzichten. Wer zufällig im Mai in Hamburg ist, hat besonders Glück. Da wird nämlich jedes Jahr der Hafengeburtstag gefeiert mit guter Musik, Schiffsparaden, Feuerwerk und allem was dazu gehört :)

2. Die Speicherstadt

Speicherstadt-Panorama

Speicherstadt-Panorama

Die Speicherstadt gehört zum Hamburger Hafen und ist ein Komplex aus im Stil der Gründerzeit gebauten Backsteingebäuden. Das Besondere dabei ist, dass die Häuser alle auf im Wasser aufgestellten Eichenpfählen stehen. Bei Niedrigwasser kann man Teile der Unterkonstruktion sogar sehen. Wegen dieser Bauweise und wegen den schicken Häusern steht die Speicherstadt seit 1991 unter Denkmalschutz.

Speicherstadt
Ursprünglich wurden die Gebäude als Lagerhallen genutzt, heute befinden sich hier aber viele Museen, Ausstellungen und auch das Hamburg Dungeon, eine Kombination aus Hamburg-Geschichte und Geisterbahn.
Man kann die Speicherstadt entweder zu Fuß oder zu Wasser besichtigen. Vom Hafen aus starten täglich viele Barkassen, die durch die Fleeten (Elbkanäle) fahren. Ein Ticket für eine 2-stündige Fahrt kostet 24€.
Nachts ist die Speicherstadt übrigens fast noch schöner als am Tag. Dann sind die Häuser mit den Giebeln und Türmchen wunderschön beleuchtet.

3. Ein Spaziergang an der Außenalster und ein Bier an der Binnenalster
Mitten in Hamburg liegt der Alstersee. Der nördliche und größere Teil ist die Außenalster. Um sie herum ist der Alsterpark angelegt in dem man wunderbar spazieren gehen und den Ausblick auf die Stadt oder auch den Sonnenuntergang genießen kann.

Binnenalster

Binnenalster

An der Binnenalster gönnt man sich am besten im Alsterpavillon ein Alsterwasser (Radler) und mit Blick auf die 60m hohe Wasserfontäne im See und beobachtet das Treiben um den See. Irgendwas ist an der Alster nämlich immer geboten. Besonders schön ist das Alstervergnügen, ein Volksfest das sehr gut mit dem Hafengeburtstag mithalten kann :)

4. Hamburgs schönster Stadtpark: Planten un Blomen

Rosengarten

Wir und der Rosengarten

Planten un Blomen ist der alte botanische Garten Hamburgs und wirklich toll angelegt, alles blüht und ruft Entspannung. Unter anderem gibt es einen Rosengarten mit 300 verschiedenen Rosenarten und einen japanischen Garten, in dem im Teehaus regelmäßig Teezeremonien für die Besucher abgehalten werden.

Teehaus im japanischen Garten

Teehaus im japanischen Garten

Im Sommer finden hier Wasserlicht-Konzerte, Theatervorstellungen für Kinder im Freilichttheater des Parks  und andere musikalische Darbietungen statt. Ansonsten gibt es viele Liegestühle in denen man in schöner Umgebung ein bisschen vor sich hin dösen und sich ausruhen kann.

Liegestühle in Planten un Blomen

Liegestühle in Planten un Blomen

5. Schanzenviertel
Das Schanzenviertel ist Hamburgs alternativ angehauchter Szenebezirk. Hier gibt es viele gemütliche Cafés, Kneipen, Restaurants, kleine Krimskrams-Läden und Boutiquen mit allem was das Herz begehrt. Auf der Schanze treffen sich auch die Einheimischen um zu feiern oder zumindest um vor dem feiern schon mal ein, zwei Bier in einer der vielen Bars zu trinken.

Altes Mädchen

Im Brauhaus „Altes Mädchen“

Eine besonders schöne Kneipe mit schönem Biergarten ist das Brauhaus „Altes Mädchen“ in den Schanzenhöfen. Hier gibt es unzählige verschiedene Sorten Craft Bier. Vom Hausbier Ratsherrn kann man sich auch ein Tasting Tray mit fünf verschiedenen Sorten zum Testen bestellen. Probieren lohnt sich!

Ratsherren - Tasting Tray

Ratsherrn – Tasting Tray. Nach den 5 Minibier mitten am Tag war ich ganz schön beschwipst.

6. St. Pauli
In Sankt Pauli ist Deutschlands Rotlichtviertel Nr. 1: die Reeperbahn mit der „Großen Freiheit“ und der berüchtigten Herbertstraße. Hier ist bis in die späten Morgenstunden immer was geboten und es wird viel gefeiert, getrunken und… tätowiert ;) Und hier kommt auch direkt ein bisschen unnützes Wissen für zwischendurch: Die erste Besiedlung von Pauli war ironischerweise durch ein Kloster ;)

Wem der Rummel und das chaotische Treiben auf der Reeperbahn zu viel ist, für den gibt es etwas abseits noch viele Seitenstraßen mit kultigen Bars.

Clockers Bar

Clockers Bar

Eine davon und ein echter Geheimtipp ist das Clockers. Für alle Gin-Fans: hier kommt auch gleichnamige Gin her. Aber auch für alle Nicht-Gin-Fans: Die Bar ist absolut cool. Die Leute an der Bar verstehen ihr Handwerk, die Cocktails schmecken erste Sahne und das Ambiente ist wirklich einmalig. Falls ihr nicht so richtig wisst, was ihr bestellen sollt, lasst euch was empfehlen. Ihr werdet nicht enttäuscht sein :)
Man findet die Bar übrigens nur, wenn man weiß dass es sie gibt. Keine Leuchtreklame, kein Außenbereich, kein Türschild, nichts – Nur ein ganz normaler Hauseingang.

privater Raum im Clockers

privater Raum im Clockers

Wenn ihr lieber ganz privat eure Cocktails geniessen wollt, könnt ihr den 1. Stock der Bar für euch und eure Freunde reservieren. Der Bereich ist sehr stylisch im Herrenzimmerstil eingerichtet und ihr habt hier euren „privaten“ Barkeeper der euch jeden Cocktailwunsch erfüllt.

7. Früh aus den Federn und zum Fischmarkt in Altona
Wer in der Nacht nicht ganz so exzessiv gefeiert hat und sich Sonntagmorgens früh aus dem Bett quälen kann, der muss unbedingt auf den Hamburger Fischmarkt. Neben Fisch gibt es hier auch allerlei anderes wie Obst, Pflanzen und auch die üblichen Jahrmarktsouveniers. Am besten sind aber die Fischwägen mit den Marktschreiern, die ihren Fisch anpreisen und sich ordentliche Wortgefechte liefern. Hier kann man stundenlang zusehen und es wird nicht langweilig. Die Öffnungszeiten im Sommer sind vom 05:00 – 09:30Uhr und im Winter von 07:30-09:30Uhr.

Wo/Was du in Hamburg unbedingt essen musst

Ob der Hamburger nun wirklich aus Hamburg kommt, kann heute keiner mehr so genau sagen: Aber so oder so, viele schwören darauf, dass es in der Hansestadt die besten Burger gibt. Eines der vielen Burger-Restaurants muss man deshalb bei einem Kurztrip nach Hamburg unbedingt besuchen. Otto’s Burger ist eines davon: angeblich gibt es hier die besten Burger der Stadt. Und die besten Pommes mit der hausgemachten „Smokey Mayo“ :) Wir haben das in dem kleinen, schnuckeligen Laden auf der Schanze ausprobiert – mittlerweile hat Otto’s 3 Filialen.

Ottos Burger

Cheeseburger mit extra Bacon und selbstgemachter Limo bei Otto’s Burger

Aber nicht nur Burger gehören zu Hamburg, sondern auch Fisch. Durch die Nähe zu Ost- und Nordsee ist Hamburg ein Paradies für alle Fischliebhaber, denn frischer Fisch ist einfach der Beste :) Und den gibt es zum Beispiel bei Karofisch, ein kleiner unscheinbarer Laden im Karolinenviertel. Mittags gibt es den „Catch-of-the-day“ mit Beilage für 6,90€. Wenn ihr allerdings zur Mittagszeit kommt solltet ihr ein wenig Geduld mitbringen, ihr werdet nicht die einzigen sein ;)sfdfdfdfdfdf vff

Karofisch

Karofisch… von außen recht unscheinbar, aber gerade das macht ja den Charme aus…

 

Karofisch MIttagessen

unser Mittagessen bei Karofisch: Fish and „Chips“ und Grillplatte, dazu leckere Dips und Brot

Und wo übernachten?

Bei unserem letzten Besuch in Hamburg waren wir im 25hours Hotel in der HafenCity. Ein wahnsinnig tolles, stylisches Hotel mit bequemen Betten in perfekter Lage. Nur ein paar Meter entfernt von der Speicherstadt und mit Blick über den Hamburger Hafen. Am meisten begeistert waren wir aber von den ganzen Extras, die wir so vorher noch nie erlebt hatten: Angefangen von kostenlosen Fahrrad- und Mini Cooper (ja, das Auto!!) -Verleih für kleinere und größere Touren in und um Hamburg. In jedem Zimmer gibt es Boomboxen, die überall mit hingenommen werden dürfen (-auch unter die Dusche). Einzige Bedingung: Bei Check-Out muss das Teil wieder im Zimmer sein.

25Hours Hotel :)

25Hours Hotel :)

Und noch ein echtes Sahnehäubchen: Die Panorama-Sauna auf dem Dach mit Blick über dem Hafen und kostenloser Minibar. Den ganzen Luxus gibt’s inklusive Wohlfühlatmospähre… Wir haben uns sofort zu Hause gefühlt und können euch das 25Hours Hafencity wirklich nur empfehlen.

Natürlich hat das Ganze seinen -absolut angemessenen- Preis. Für Backpacker mit kleinerem Reisebudget gibt’s mit den Superbuden auch eine tolle, günstigere Alternative. Natürlich mit weniger Luxus und weniger Extras, aber vom Stil her recht ähnlich und mit Mehrbett- oder günstigen Doppelzimmern ausgestattet. (Handtücher gibt’s hier übrigens in allen Zimmerkategorien).