Südafrika ist ein wahnsinnig schönes Land mit wilden Tieren, faszinierenden Landschaften und absolut wert besucht zu werden. Da Südafrika, auch wegen der Fussball-WM 2010 zu den wohlhabenderen Ländern Afrikas gehört, kannst du dich hier verhältnismäßig frei bewegen. Du solltest du dich zwar trotzdem an einige Regel halten wie zum Beispiel nicht an Landstraßen anzuhalten und auszusteigen. Aber du kannst ohne Sorge mit einem Mietwagen selbst durchs Land fahren und im Süden des Landes kannst du dich auch weitgehend unbesorgt zu Fuß bewegen. Das macht es besonders schön, für Menschen, die nicht auf geführte Gruppenreisen stehen und trotzdem Afrika erleben möchten.
Wenn du dabei bist eine Reise nach Südafrika zu planen oder gerade noch nach Inspirationen suchst… Hier unsere 7 Dinge, die uns an Südafrika am besten gefallen haben und die du nicht verpassen solltest, wenn du die Gelegenheit hast dort hinzureisen.

1. Kapstadt

Die Nummer eins auf unserer Liste ist ein Besuch in Kapstadt oder auch „Mother City“, der ältesten Stadt Südafrikas. Kapstadt gilt als eine der schönsten Städte der Welt und ist eine wundervolle Mischung zwischen afrikanischer Kultur und europäischen und amerikanischen Einflüssen. Mit dem Cable Car kannst du auf den Tafelberg, dem Wahrzeichen Kapstadts, fahren. Da der Berg meist im Nebel liegt und das Cable Car bei  Wind nicht fährt, solltest du die Fahrt auf den Tafelberg bei gutem Wetter unbedingt auf deiner Prioritätenliste ganz nach oben schieben. Ansonsten gibt es natürlich auch die Möglichkeit den Tafelberg zu Fuß zu bezwingen. ;)

Auch die Waterfront, Kapstadts Hafen mit vielen Restaurants, Shopping-Möglichkeiten und dem V&A Food Market darfst du dir auf keinen Fall entgehen lassen. Hier ist immer etwas geboten und vor allem auf dem Food Market gibt es wahrsinnig viele und tolle Leckereien für wirklich kleines Geld. Besonders Fish& Chips und die Samosas haben es uns angetan.

Wenn du während der wärmeren Monate in Südafrika bist hat Kapstadt außerdem viele tolle Badestrände zu bieten, wie zum Beispiel die Strände in Camps Bay, Hout Bay oder Blouberg.

Und auch neben guten Essen und tollen Strände gibt es in Kapstadt eine Menge zu sehen und zu erleben. Mehr dazu gibt er hier.

2. Big – Five Safari im Krüger Nationalpark

Was bei einem Besuch in Südafrika nicht ausgelassen werden darf, sind die Game Drives. Es gibt unzählige Nationalparks, in welchen Safari-Touren  gemacht werden können, aber der Krüger NP ist natürlich DER Nationalpark in Südafrika. Du kannst im Krüger an Safari-Touren teilnehmen aber genauso gut mit dem eignen Mietwagen durch den Park fahren. Die Straßen sind sehr gut, allerdings dürfen diese nicht verlassen werden. Alle Tiere, die du siehst musst du von den gekennzeichneten Wegen aus beobachten. Wenn du nicht im Krüger NP übernachtest, musst du dich außerdem an die Öffnungszeiten halten. Diese orientieren sich in der Regel an Sonnenauf- und Sonnenuntergang. Die Wahrscheinlichkeit eher nachtaktive Tiere wie Löwen und Leoparden zu sehen ist so natürlich geringer.

Auch wenn geführte Safaris nicht ganz günstig sind, lohnt es sich deshalb trotzdem. Vor allem weil die Guides die Lieblingsplätze der Tiere kennen. Gerade die Leoparden verstecken sich besonders gut und das erhöht deine Chancen die Big 5 komplett zu sehen. Allerdings sind Leopardensichtungen auch mit Guide noch Glückssache.

Um den Krüger-NP herum gibt es auch viele private Reservate, auch nicht eben die günstige Safari-Variante, aber absolut lohnenswert. Wir waren zum Beispiel im Kapama Private Game Reserve. Mehr zu unseren Safari-Erlebnissen findest du hier.

3. Panorama Route und Blyde River Canyon

Die Panorama Route liegt in Mpumalanga in der Nähe des Krüger Nationalparks. Die Route beginnt bei Mapareng und führt über Bergpässe, vorbei an Wasserfällen und beeindruckenden Schluchten bis nach Sabie. Unterwegs liegen einige kleine Dörfer mit romantischen Lodges und Restaurants und in Pilgrims Rest kannst du dich auch heute noch im Goldwaschen versuchen.

Der schönste Abschnitt der Route ist vermutlich der entlang des Blyde River Canyon. Im drittgrößten Canyon und der größte „grüne“ Canyon der Welt gibt es über 1000 verschiedene Pflanzenarten, viele Wasserfälle und genug Aussichtsplattformen von denen du die Schlucht überblicken kannst. An Tagen mit guter Sicht kann man z.B. vom Aussichtspunkt „God’s Window“ den kompletten Canyon überblicken oder über den Krüger Nationalpark und die Landesgrenze Südafrikas hinweg bis nach Mosambik sehen. Verpasse unterwegs nicht die „three Rondavels“, drei Felsen im Blyde River Canyon, die aussehen wie die traditionellen afrikanischen Rundhütten (Rondavels). Und auch die Bourkes Luck Potholes sind einen Stop wert, die liegen am südlichen Ende der Schlucht, wo die Flüsse Blyde (Freunde) und Treur (Trauer) zusammen fließen. Das Wasser hat hier tiefe „Strudellöcher“ in den Stein geschliffen, die ein spektakuläres Bild abgeben. Der Name Bourkes Luck kommt von dem Goldsucher Tom Bourke, der hier in den 70er Jahren auf eine Goldader gestoßen ist.

4. Voller Hoffnung am Kap der guten Hoffnung stehen

„This Cape ist the most stately thing and the fairest Cape we saw in the whole circumference of the earth.“

Sir Francis Drake (1580)

Allein der Name ist schon Grund genug für einen Besuch des Kaps. Das Kap wurde 1488 bei der Suche eines Seewegs von Europa nach Asien entdeckt und wurde schon damals als südlichster Punkt Afrikas und der Punkt, an dem Atlantik und Pazifik aufeinander treffen festgelegt. Diese beiden Bezeichnungen fallen auch heute noch oft im Zusammenhang mit dem Kap der guten Hoffnung oder dem direkt daneben liegenden Cape Point, sie sind aber beide falsch. Cape Agulhas, ca. 140km südöstlich ist sowohl der südlichste Punkt Afrikas als auch der Punkt an dem die beiden Ozeane aufeinander treffen. Die Annahmen und der Name kommen sehr wahrscheinlich daher, dass die Gegend sehr sturmanfällig ist und das Kap oft im Nebel liegt und viele Schiffe beim Versuch das Kap zu umfahren gesunken oder auf Grund gelaufen sind. War das Kap umschifft, war der schwerste Teil der Reise geschafft.

Das „Cape of Good Hope“ liegt im Cape Peninsula National Park, mit dem Auto ca. 70km und 2 Stunden vom Kapstadt entfernt. Schon dir Fahrt zum Nationalpark ist einen Ausflug wert. Entlang der Atlantikküste kannst du über den absolut spektakulären Chapmans Peak Drive (9km und 114 Kurven an der Steilküste entlang)  zum Kap gelangen und auf dem Rückweg einen Stop in Simon’s Town machen um die Pinguin-Kolonie am  „Boulders“-Strand zu beobachten.

5. Lion Park in der Nähe von Johannesburg

Der Lion Park liegt ca. 30km nördlich vom Stadtzentrum Johannesburg. Hier kannst du dir auf dem Weg in den Krüger Nationalpark schon mal einen ersten kleineren Game Drive mitmachen und hast vor allem die Möglichkeit einigen Tieren direkt zu begegnen. Parks die dieses „Animal interaction“ anbieten gibt es einige in Südafrika. Im Vergleich zu den Parks im Süden Südafrikas ist hier aber deutlich weniger los, da die Gegend um Johannesburg noch nicht so touristisch ist wie die Gegend zwischen Kapstadt und Port Elizabeth. Außerdem haben die Tiere tatsächlich alle wahnsinnig viel Platz. In anderen Parks hat die Haltung der Tiere teilweise deutlichen Zoo-Charakter.

Der Game Drive für den du den „Basis-Eintrittspreis“ zahlst, ist interessant aber wird eigentlich zur Nebensache. Im Lion Park kannst du für umgerechnet 3,50€ mit Löwenbabies und ausgewachsenen Geparden schmusen, Giraffen und Strauße füttern oder sogar mit Löwen oder Geparden eine Stunde lang spazieren. –Bei Begegnungen mit Löwen und Geparden sind natürlich immer Mitarbeiter des Parks dabei.

In einigen anderen Parks werden die Geparden auf Podeste gelegt, damit die Besucher die Tiere für ein Foto kurz anfassen können. Im Lion Park hast du wirklich Zeit mit den Tieren. –Wenn sie keine Lust haben und weglaufen, werden sie nicht zurückgezerrt. Allerdings sind Geparden in der Regel sehr gerne gestreichelt und fangen sogar richtig laut zu schnurren an.

Auch bei den Löwen ist es so, dass nur von der Löwen-Mama verstoßene Babies gestreichelt werden können, alle anderen wachsen ganz normal im Park bei den anderen Löwen auf.

6. Garden Route

Die Garden Route ist wahrscheinlich die bekannteste Touristenroute Südafrikas. Sie ist eine Strecke oder vielmehr ein Gebiet zwischen Mossel Bay und Storms River im Tsitsikamma National Park und dehnt sich Richtung Norden noch über Oudtshoorn hinaus aus. Die komplette Strecke ist knapp 300km lang und die Landschaft ist wirklich atemberaubend. Besonders schön sind die Städte Wilderness, Knysna und Plettenberg Bay. Oudtshoorn ist außerdem bekannt für seine Straußenfarmen, hier kannst du an Führungen teilnehmen und die südafrikanischen Jockeys bei Straußenrennen anfeuern. Du hast sogar selbst die Möglichkeit auf einem Strauß zu sitzen oder zu reiten.

Von Oudtshoorn aus lohnt sich auch die Weiterfahrt über den Swartberg Pass in Richtung Prince Albert. Die Straßen sind nicht überall befestigt, aber trotzdem mit jedem Mietwagen gut zu meistern. Bei Regen oder Sturm kann es, wie bei vielen Pässen in Südafrika, sein, dass der Swartberg Pass geschlossen ist. Erkundige dich deshalb je nach Wetterlage am besten vorher, ob die Straßen geöffnet sind. Auf halber Strecke zwischen Oudtshoorn und Prince Albert kannst du auch noch einen Stop bei den Cango Caves (Klein Karoo), ein Höhensystem das zu den schönsten Tropfsteinhöhlen der Welt zählt. Da immer mehr Besucher die Höhlen besichtigen wollen, muss die Tour im Voraus gebucht werden.

Tipp: wenn du zu den „klaustrophobischeren“ Personen zählst, ist die Adventure Tour evtl. nicht das Richtige für dich, da sie unter anderem durch sehr schmale Gänge führt.

7. St Lucia

St Lucia ist in Kwazulu Natal, 200km entfernt von der Landesgrenze zu Swasiland und 250km entfernt zu der Landesgrenze von Mosambik und nach Durban. Die kleine Stadt liegt auf einer schmalen Landzunge an der Lake St. Lucia Lagune direkt vor den Toren des i Simangaliso Wetland Parks. St. Lucia ist nur über eine bewachte Brücke erreichbar und die Kriminalitätsrate somit sehr gering. Du kannst hier dein Fahrzeug überall bedenkenlos abstellen und auch nachts alleine durch die Straßen wandern. Dabei kann es dir allerdings passieren, dass du auf ein Nilpferd triffst. Diese tummeln sich in den Gewässern um St. Lucia und kommen gegen Abend bzw. nachts in die Stadt und laufen durch die Straßen. Halte aber Abstand, da Nilpferde sehr aggressive Tiere sind.

Der Wetlandpark ist dann einen Besuch wert, wenn du noch keine Gelegenheit hattest viel Wildlife zu sehen oder wenn du zwischen all den erlebnisreichen Tagen in Südafrika mal einen Tag am Strand verbringen möchtest. Es gibt auch Strände außerhalb des Parks, Cape Vidal ganz am nördlichen Ende ist allerdings wirklich ein schöner Stand und auf dem Weg dorthin begegnen dir eine Menge Nashörner, Zebras, Paviane. Auch wenn du nochmal eine Big-Five Safari mitmachen möchtest kannst du das von St. Lucia aus tun, nämlich im Hluhluwe-Umfolozi Nationalpark.