Nach Irland reisen die meisten wegen der Natur. Hier gibt es weniger Menschen, weniger Verkehr, viele grün, viel Ruhe und dazwischen viele Schafe. Auch wir haben uns vor allem auf die Landschaft gefreut vor unserer Irlandreise – und das auch zurecht. Uns haben aber auch die vielen kleineren und größeren Städte zwischen all dem grün richtig gut gefallen. Ganz besonders wegen den Altstädten mit den vielen bunten Häusern, in denen sich gefühlt mindestens hinter jeder zweiten Tür ein Pub versteckt.

Hier deshalb also die 5 Städte, die uns mit ihren Altstädten, Pubs und allem Drumherum am besten gefallen haben:

Platz -5: Killarney

Killarney

Killarney liegt mitten im County Kerry. Die meisten Sehenswürdigkeiten gibt es eigentlich um die Stadt herum, zum Beispiel den Ring of Kerry, die Gap of Dunloe oder die Dingle Halbinsel. Aber auch die kleine Stadt mit nur 13.500 Einwohnern kann sich sehen lassen. Die Innenstadt ist so wie man es sich vorstellt voll mit Pubs, Restaurants und Souvenirläden. Durch die Nähe zu den vielen Sehenswürdigkeiten ist in Killarney immer viel geboten und es geht auch ziemlich touristisch zu. Die Pubs sind abends schnell voll, deshalb ist es besser schon vor 21Uhr mit dem Abendprogramm starten ;)
An der Stadtgrenze beginnt außerdem auch direkt der Killarney Nationalpark mit den drei größten Seen der Grafschaft Kerry. Hier kann man angeln und Kanufahren oder auch einfach nur durch die Wälder um die Seen spazieren.

Platz 4: Cork

Cork ist mit gerade einmal 120.000 Einwohnern schon die zweitgrößte Stadt Irlands. Von der Atmosphäre her kann man sogar auf die Idee kommen, Cork wäre die Hauptstadt (-die Einheimischen kommen sogar besonders gerne auf diese Idee). Die Einkaufsstraße wirkt auch ein bisschen brauchbarer, als die Grafton Street in Dublin und es gibt viele schöne Alleen am Fluss Lee entlang. In der Innenstadt zweigen viele verwinkelte Gassen von der hellen und verhältnismäßig modernen Hauptstraße ab. Die engen Gassen sind vollgestopft mit Pubs, Straßenmusikern und allerlei anderen kleinen Läden. Ein toller Kontrast zur „Shoppingmeile“. Im Stadtzentrum ist außerdem eine große, schöne Markthalle aus dem 18. Jahrhundert (The English Market) in der es frische Lebensmittel, internationale und vor allem auch irische Spezialitäten gibt. Für die irischste aller „Spezialitäten“, nämlich die Butter, gibt es in Cork sogar ein Museum. :)

Platz 3: Dublin

Blick auf "die Temple Bar"

Wie im Blogpost über unser Dublin-Wochenende schon erwähnt, hat es die Hauptstadt für uns nicht auf den „ersten Platz“ geschafft. Trotzdem ist Dublin eine Stadt, in der man sich schnell wohl fühlt und in der man auf jeden Fall 2, 3 Tage verbringen kann und auch sollte. Das Trinity College mit der „Old Library“ und die Pubs in Temple Bar sind zwei der Highlights in Dublin. Daneben gibt es noch viele schöne Kirchen und jede Menge Museen.
Und natürlich war Dublin auch das zu Hause von Arthur Guinness, der 1759 am St. James Gate die Guinness Brauerei gegründet hat. Bis heute wird das Bier noch dort gebraut und im alten Brauerei-Gebäude ist heute ein Museum eingerichtet, das Guinness Storehouse. Für eine Landeshauptstadt ist Dublin relativ klein, was schön ist, wenn man -wie wir- gerne zu Fuß geht anstatt U-Bahn zu fahren (die es in Dublin übrigens gar nicht gibt ;) )

Platz 2: Kilkenny

Kilkenny Castle

Blick aus unserem Hotelzimmer direkt auf das Castle of Butlers

Kilkenny gehört zu den ältesten Städten Irlands. Der mittelalterliche Stadtkern ist so gut wie vollständig erhalten geblieben und mitten im Zentrum steht auch noch in vollem Glanz das Castle of Butlers. -Wir hatten sogar so viel Glück, dass wir aus unserem Hotelzimmer aus direkt auf den Fluss und die auf der anderen Seite liegende Burg schauen konnten. Die Altstadt ist relativ groß und die alten Kauf- und Wohnhäuser, Pubs, Brücken und auch das alte Rathaus sind tiptop in Schuss. Wer alte Gebäude mag, ist hier wirklich goldrichtig. Und zwischendurch kann man dann an der schönen Uferpromenade des River Nore entlang schlendern.
Ein richtig toller Pub in Kilkenny ist übrigens das Kyteler’s Inn, man fühlt sich wie in einem Rittersaal mit Steinwänden und bunten Glasfenstern und kann sein Guinness und leckeres Essen bei traditionellem irischem Folk genießen :)
Galway hat uns dann vielleicht aber noch ein klitzekleines Bisschen besser gefallen, weil…

Platz 1: Galway

Galway The Quays

Wir waren schon früh im The Quays und konnten uns 10 Minuten nachdem wir das Bild gemacht haben, den Platz unten rechts mit Blick auf die „Bühne“ ergattern :)

die Stadt direkt am Meer liegt. Galway ist wie Kilkenny eine der älteren irischen Städte und war ursprünglich mal ein kleines Fischerdorf und dank der Lage direkt am Atlantik gibt es auch heute noch viele Fischrestaurants. Wir konnten hier Fish’n’Chips in einer Variante mit Rochen probieren. Nachdem wir endlich verstanden hatten, welcher eigentlich der essbare Teil des Fisches ist, war das ziemlich lecker :D
Ungefähr ein Viertel der Bewohner von Galway sind Studenten, was man auch an der Atmosphäre in der Stadt spüren kann – typisch Studentenstadt eben, wie bei uns auch. Am Meer und an den Ufern links und rechts des River Corrib sitzen -bei guten Wetter- überall Leute im Gras zusammen und genießen die Sonne und die freie Zeit. Eigentlich ist es deshalb auch kein Wunder, dass wir in Galway auch im schönsten Pub unserer Irlandreise waren, dem The Quays. Von außen sieht der Pub recht unscheinbar aus, von innen ist er aber ein echtes Highlight. Die Einrichtung stammt zum Teil aus einer französischen Kirche und es spielt jeden Tag Livemusik. Galway und das The Quays dürfen wirklich auf keiner Irlandrundreise fehlen!!
-Übrigens ist Galway die Stadt, in der die Wahrscheinlichkeit auf einen irisch sprechenden Iren zu treffen am größten ist ;)