Die Ostküste Australiens ist ja vor allem bei Backpackern und Work und Travellern nach Abitur oder Studium sehr beliebt. Da Australien deshalb für viele das absolute „Once-in-a-lifetime“-Gefühl verkörpert, sind ebenso viele bereit eine riesen Menge Geld für alles was es zu erleben gibt hinzublättern. Wer nach Australien reist muss ja auch ordentlich was erleben… Aus diesem Grund werden für alles und jeden hunderte von Touren angeboten und das zu horrenden Preisen. Einige davon sind das Geld wert, andere eher weniger.
Hier sind deshalb unsere Top 5 Touren für die es sich wirklich lohnt Geld auszugeben und die du auf gar keinen Fall auslassen darfst :)

1.Great Barrier Reef
Schnorcheln und Tauchen am Great Barrier Reef ist einfach einmalig. Selbst ich, die sich die sieben Weltmeere meist lieber von außen ansieht, habe mich waghalsig in die Fluten gestürzt und wollte dann eigentlich auch gar nicht wieder raus… Das Wasser ist sauber, glasklar und überall sind bunte Fische, Korallen und Riesenmuscheln. Wer Glück hat erwischt auch eine Schildkröte oder einen Riffhai (ich bin mir nicht sicher, ob ich und der Riffhai so glücklich geworden wären, aber die Mehrheit findet’s scheinbar gut). Aufgrund der Größe des Riffs und einer unendlichen Artenvielfalt wurde das Great Barrier Reef 1981 zum UNESCO Welterbe erklärt.

Great Barrier Reef

Es gibt 1-Tages Touren mit Segelschiffen oder Katamaranen zum Schnorcheln und Tauchen, aber auch mehrtägige bei denen du auf einem Segelschiff übernachtest. Oft sind gerade in Australien Touren, die über mehrere Tage gehen die deutlich bessere Wahl, aber eben auch deutlich teurer. Für einen Schnorchelausflug zum Great Barrier Reef ist aber auch schon eine Tagestour absolut zu empfehlen. Informiere dich am besten vor Ort über die verschiedenen Touranbieter. Wir haben 2012 von Cairns aus eine Tagestour für ca. 135AUS$ gemacht.
TIPPS zum Schnorcheln: Gerade im Norden – also z.B. bei Cairns- ist von Januar bis April Regenzeit, da kann es schon mal vorkommen, dass nicht alle Touren stattfinden können. Außerdem ist rund um das Great Barrier Reef zwischen November und April „Stinger-Season“, das heißt zu der Zeit gibt es vermehrt Quallen im Wasser. Darunter auch die Würfelqualle (Box Jellyfish), deren Nesseln tödlich sein können. Du bekommst zwar immer „Stinger-Suits“ (Neoprenanzüge) verpasst, wenn gerade viele Quallen unterwegs sind ist es aber trotzdem nur der halbe Spaß. Du wirst aber vor einer Tour über die „Quallenlage“ informiert. Wir waren zum Beispiel Anfang Dezember am Riff und uns ist keine einzige vor die Taucherbrille geschwebt.
Und auch wichtig: schnapp dir, bevor du ins Wasser springst, einen „Swim-Belt“. Da du viel Zeit im Wasser verbringst und auch das Anschwimmen gegen eine schwache Strömung auf Dauer anstrengt, lassen sich mit dem Gurt die Fische viel entspannter begutachten. ;)

2.Great Ocean Road
Die Great Ocean Road ist eine ca. 250km lange Straße im Bundesstaat Victoria entlang der australischen Südostküste. Sie verläuft zwischen Torquay im Osten und Warnambool im Westen und ist eine der schönsten und beliebtesten „Scenic Routes“ überhaupt. Viel schöner noch als zum Beispiel der Highway 1 in Kalifornien.

Great Ocean Road 1

Am schönsten lässt sich die Great Ocean Road in einem Camper entdecken (das bedeutet, lass dir Zeit und mach die Tour nicht an einem Tag). Natürlich gibt es wie für alles in Down Under auch geführte Touren, das macht hier aber eigentlich keinen Sinn. Mit dem eigenen Wagen kannst du alles in deiner Geschwindigkeit machen und bleiben wo es dir gefällt. Deshalb ist auch ein Camper eine gute Idee, entlang der Great Ocean Road gibt es nämlich jede Menge schöne Campingplätze. Uns hat besonders der Platz in Kennet River gefallen. Hier kannst du in den Bäumen über den Stellplätzen Koalas entdecken und morgens zusammen mit Papageien und Loris frühstücken. :)

Great Ocean Road 2

12 Apostels                                                                                  Teddy’s Lookout

Highlights entlang der Great Ocean Road sind zum Beispiel die 12 Apostel, bis zu 60m hohe Felsen, die vor der Küste aus dem Meer ragen, Teddys Lookout oder die „London Bridge“.
Der Umweg –oder evtl. auch der Rückweg- durch den Regenwald im Otways National Park lohnt sich übrigens auch. Dort fährst du gefühlt endlos über schmale, gewundene Straßen, vorbei an Schluchten und Riesenfarnen. Wirklich beeindruckend!

3.Fraser Island
Fraser Island liegt direkt vor der Küste Queenslands auf der Höhe von Hervey Bay und ist die größte Sandinsel der Erde. Sie ist 123km lang und zwischen 5 und 22km breit. Die Insel gehört, wie das Great Barrier Reef, zu den UNESCO Welterben. Auf Fraser Island gibt es viele glasklare Seen und Creeks und außerdem ist es der einzige Ort auf der Erde an dem Regenwälder auf sandigem Grund wachsen. Zwischen den Regenwäldern gibt es auch viele Teebäume, durch deren Blätter bzw. durch das Öl in deren Blätter das Wasser einiger Seen dunkler gefärbt ist. Lake McKanzie ist einer der schönsten und auf jeden Fall der bekannteste dieser „Teebaum-Seen“ und steht bei allen Fraser-Touren auf dem Programm. Teebaumöl gilt als eines der wertvollsten Pflanzenöle und nach einem Bad in dem See ist deine Haut wie neu :)

Fraser Island

Maheno Schiffswrack – Fraser Island

Auch auf der Fraser-Hitliste ganz oben ist der Eli Creek, ein wunderschöner, klarer Fluss auf der Ostseite der Insel oder der 75Mile Beach und die Champagne Pools.
Fraser Island kannst du auf verschiedene Arten erkunden, es gibt Touren in großen Allrad-Bussen oder in kleineren Jeeps. Du hast auch die Möglichkeit dir selbst einen Jeep zu mieten und damit über die Dünen zu düsen. So macht‘s natürlich am meisten Spaß.
Übernachten kann man auf Fraser im Zelt oder auch in einem der Hotels und Lodges.

4.Whitsundays
Die Whitsundays oder Whitsunday Islands sind eine Gruppe von 74 Inseln vor der Küste von Queensland auf der Höhe von Airlie Beach und mitten im Great Barrier Reef. 17 der Inseln sind „bewohnt“ oder besser: es befindet sich jeweils ein Hotel auf jeder Inseln von „Budget“ über familienfreundlich bis zu Luxusunterkünften ist für jeden was dabei. Die meisten Segeltouren starten aber von Airlie Beach. Dabei hast du wieder die Wahl zwischen Tagestouren oder mehrtägigen Touren mit kleineren Gruppen auf einem Segelschiff. Auf allen Touren steht Schnorcheln auf dem Programm und alle bringen dich auch auf jeden Fall auch zum Whitehaven Beach, einem flach abfallenden Strand einer unbewohnten Insel mit dem weißesten und feinsten Quarzsand, den du dir vorstellen kannst.

Whitsundays
Wir haben uns damals für eine Tagestour mit einem Katamaran entschieden. Die ganze Gegend um die Whitsundays ist natürlich super und der Segeltörn an sich macht mega Spaß. Allerdings war das Schnorcheln nicht der Rede wert und auch der Aufenthalt am Whitehaven Beach für alle am Ende ziemlich anstrengend. Wir wurden mit einem Schlauchboot an den Strand geschippert und erst nach 1,5 Stunden wieder abgeholt, was bei 35Grad und ohne Schatten eine echte Herausforderung war. Als das Schlauchboot dann endlich kam, um uns wieder einzufangen, war der Andrang darauf riesig… Eine Tour mit kleinerer Gruppe macht hier also definitiv viel mehr Sinn! Bei mehrtägigen Segentouren kommen nachts außerdem auch Schildkröten und Delfine ans Boot :)

5.Blue Mountains
Die Blue Mountains sind ein Gebirge in New South Wales, ca. 60km entfernt von Sydney entfernt. Der Name Blue Mountains kommt daher, dass die Gebirgskette mit dichtem Eukalyptuswald bewachsen ist. Die Blätter an sich sind schon blau-grün, zusätzlich verdunsten sie aber auch Eukalyptus-Öl, das einen feinen Nebel erzeugt, der bei bestimmtem Lichteinfall blau schimmert.
Für 35AU$ hast du unbegrenzten Zugang zu den Attraktionen der „Scenic World“ mit z.B. einer Kabelbahn quer über die Schluchten der Blue Mountains oder eine Fahrt mit der „Scenic Railway“, der Bahn mit der größten Steigung der Welt.
Aber auch außerhalb der Scenic World findest du genug Aussichtsplattformen und von denen aus du die Blue Mountains bewundern kannst. Und es gibt hier auch viele Wasserfälle zu denen du über kürzere Wanderwege gelangen kannst. Zu den schönsten gehören z.B. die Katoomba Falls, die Victoria Falls und die Wentworth Falls.
Das bekannteste Wahrzeichen der Blue Mountains sind übrigens die „Three Sisters“, einer Formation aus 3 Felsen bei denen es sich einer Aborigine-Legende nach um 3 Schwestern handelt, die in Stein verwandelt wurden um sie zu beschützen…
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